TUI Beschreibung von ZIB 2002 Jahresberichte

Tangible Interface zur Steuerung einer AmiraVR Visualisierungsumgebung

Beschreibung von ZIB 2002 Jahresberichte

Brygg Ullmer, Andrei Hutanu, Werner Benger

Kooperation: Ed Seidel, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik,
Albert-Einstein-Institut (AEI), Potsdam/Golm

(in English)

Der Einsatz der AmiraVR Visualisierungssoftware auf grösformartigen
Stereo-Projektionsleinwänden stellt verschiedene neue Herausforderungen
an die 3D Visualisierung, insbesondere auch bei halbimmersiven
Stereoumgebungen und bei der Einbindung mehrerer Benutzer gleichzeitig.
Dabei entstehen auch neue Anforderungen an das Design des Userinterfaces
zur Steuerung und Konfiguration der virtuellen Umgebung. In unserer
Arbeitsgruppe werden daher neue Ansätze mit Hilfe von Multi-Displays und
sogenannten "Tangible Interface" verfolgt, um AmiraVR einfacher und
effektiver benutzen zu koennen. Die beiden Konzepte sind in Bild 1 und 2 dargestellt.

Der erste Ansatz verfolgt alternative Anzeigemöglichkeiten auf
2D-Display-Tabletts und PDAs (Abbildung 1) um Menüs, Parameterfenster und
andere Elemente des Userinterfaces ausserhalb der 3D Projektionsumgebung
darzustellen. Wird beispielsweise ein Visualisierungsparameter mit Hilfe
solcher Eingabegeräte verändert, so erscheint das zugehörige grafische
Parameterinterface als animierte 3D-Graphik auf der gemeinsam sichtbaren
Projektionsleinwand. Ein anderes Konzept basiert auf der Verwendung
physischer Objekte als "Tangible Interface", um die Parameter der
Visualisierungsumgebung sowohl zu veranschaulichen als auch besser steuern
zu können. Die Objekte selbst sind dabei sowohl Platzhalter als auch
Steuerobjekte für Eingabeparameter, Datensätze, Rechnerresourcen oder
andere virtuelle Objekte (Abbildung 2). Die Vorteile dieses Ansatzes sind:
vereinfachte Interaktion der Benutzer mit der virtuellen Umgebung, bessere
Handhabung der diversen Eingabeparameter, einfache Verweise und
Authentifizierungen für Resourcen im Grid, sowie leichtere Übertragbarkeit
zwischen Desktopanwendungen und Projektionsumgebungen.

Diese Ansätze werden im Zusammenhang mit den Arbeiten des GridLab Projektes
an Visualisierungen und Mobile Devices entwickelt. In diesem Rahmen arbeiten
wir mit Astrophysikern des Albert-Einstein-Institut AEI zusammen, den Einsatz
dieser Techniken in deren täglichem Forschungsumfeld zu ermöglichen und
das Feedback von Endanwendern in die aktuelle Entwicklung einfließen zu lassen.

Abbildung 1
: Kombination einer AmiraVR-Projektion mit einem Display Tablett und PDAs.

Abbildung 2
: Tangible Interface zur Steuerung einer AmiraVR Visualisierungsumgebung.